Auflistung der Besitzer/-innen der Osterburg nach Nomna Beninga in chronologischer Reihenfolge.

 Meinhard Aldringa van Nesse, Drost zu Berum und Witwer von Tiada von Meckenaborg
 Habbo Aldringa, Sohn von Meinhard Aldringa, verheiratet mit Anna Iderhoff von Lienen

 Meynert Aldringa, Sohn von Habbo Aldringa, verheiratet mit Fraua Clant

Die Aldringa brachten die Osterburg durch die Notzeiten des Dreißigjährigen Krieges.

 Enneke Aldringa verkaufte die Burg 1650 an die Witwe Janneken Simons van Swart, für die ihr Schwiegersohn Landrentmeister Warner Conring die Verhandlungen führte. 
 Warner Conring, Besitzer der Osterburg ab 1657, veranlaßte 1665 die schon erwähnten Umbauten
 Maria Conring, Tochter von Warner Conring, verheiratet mit Everhard ter Braeck (Urenkel von Wiard van Upgant und Hissa Meckena, einer Tochter Nomnas)

 Warner ter Braeck, verheiratet mit seiner Cousine Anna Hermanna Conring, Administrator des dritten Standes und "Renitenter" des Appelekrieges 1726/26

Warner ter Braeck überlebte seine Frau und seine sechs Kinder, mit seinem letzten Sohn Justus endete die Familie ter Braeck. Das Erbe trat die Familie van Wingene an. 1689 hatte der spätere Emder Bürgermeister Paul van Wingene Helena ter Braeck, die Schwester Warners, geheiratet. Von ihren Söhnen erhielt Gossel Rudolph die Osterburg.

 Gossel Rudolph van Wingene, erforschte die ältere Burgen- und Familiengeschichte.
Die Familie van Wingene stammte aus Ronsse in Flandern. Um 1550 wanderten Paul van Wingene und seine Frau Grietjen Celosse nach England aus. Von dort flüchteten sie 1553/54 wegen ihres calvinistischen Glaubens zusammen mit dem Reformator Johannes a'Lasco über Dänemark nach Emden. Die van Wingenes hatten großen Anteil am Aufbau der reformierten Kirche in Ostfriesland und am wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt Emden. Sie stellten der Stadt in fünf Generationen Ratsherren, Vierziger und Bürgermeister.

 Paul van Wingene, Neffe von Gossel Rudolph, heiratete nach dem frühen Tod seiner ersten Frau Juliana Agatha Bluhm, deren Schwester Susanna. Als Kirchenvogt sorgte er für die Anschaffung der Wenthin-Orgel der Kirche von Groothusen.
 Eberhard van Wingene, Sohn von Paul van Wingene, heiratete Friederike Beseke. Die ältere Tochter des Ehepaars heiratete 1838 Dr. phil. Enno Heeren Dirksen aus Eilsum, der zunächst Volksschullehrer war und nach einem Studium bei Gauß in Göttingen 1824 ordentlicher Professor für Mathematik an der Universität Berlin wurde. Die jüngere Tochter Sara van Wingene war seit 1835 mit Daniel Kempe, Landwirt und Hofbesitzer auf Heinitzpolder, vermählt

 Daniel Kempe und Sara van Wingene, Besitzer der Osterburg bis 1883

Der erste Kempe in Ostfriesland kam 1704 durch Vermittlung der Universität Halle an den Auricher Fürstenhof. Er stammte aus Freienwalde in Pommern, heiratete eine Frau aus dem altostriesischen Häuptlings- und Juristengeschlecht von Wicht und war dann 53 Jahre Pastor in Buttforde. Nach zwei Geistlichen und zwei Beamten kehrte die Familie in den Bauernberuf der Vorfahren zurück. Sie wurde durch Daniel Kempes Mutter, eine Tochter des Kaufmanns Lübbert Jans Lübbers, der mit ostfriesischen Pferden bis nach Süditalien und Rußland handelte, sehr wohlhabend.

 Paul Kempe, erwarb 1891 den Familienbesitz in Groothusen durch Kauf aus dem Nachlaß seiner Eltern, heiratete Henriette Heykes und sorgten durch große Investitionen für den Bestand des Hauses.
 Klaas Heykes Kempe bewirtschaftete den Hof als Landwirt. Er war neun Jahre Soldat in beiden Weltkriegen und diente von 1949 bis zu seinem Tode den kulturellen Belangen Ostfrieslands als Landschaftsrat. Während der Kriegszeit trug Martha Kempe, geb. Schöningh die ganze Last der Führung
 Enno Friedrich Kempe, Landwirt, verheiratet mit Gisela Kempe geb. Presting, heutiger Besitzer der Osterburg